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Montag, 2. Juli 2012

Spanien, der Rekord der Superlative

Nach 2008 und nun auch 2012 und dazwischen der Weltmeistertitel 2010,was will man mehr als große Fußballnation für Erfolge holen,es gibt nicht mehr.Spanien ist der neue Europameister.Allen Unkenrufen zum Trotz,das die  Spanier angeblich satt sind oder das gefürchtete Kurzpasspiel funktioniert nicht mehr so, zeigten Iniesta und Co im Finale die kalte Schulter.Mit einer in einem Finale noch nie da gewesener Überlegenheit fertigten die Iberer den Deutschlandbezwinger Italien mit 4:0 ab.Noch vor der Pause war das Spiel entschieden.Super herausgespielte Tore durch Silva und Alba brachten die Spanier früh auf die Siegerstraße,obwohl Italien sich auch einige Chancen erspielte.Doch an Casillias dem weltbesten Torhüter war kein vorbei kommen.In der zweiten Hälfte dann reduzierten sich die Italiener selber als sie nach 55.Minuten nur noch mit 10 Mann weiter spielten,da das Wechselkontigent schon erschöpft war.Edeljoker Torres und der ebenfalls eingewechselte Mata sorgten für den auch in dieser Höhe verdienten 4:0 Endstand.Einzig allein Portugal zeigte Spanien über 90 Minuten Gegenwehr und hätte mit etwas Glück das Tripple der Iberer im Elfmeterschießen verhindern können.Der so hochgelobten deutschen Elf blieb dagegen der Auftritt gegen den neuen Europameister erspart.In diesem Sinne sollte auch mal hinterfragt werden ob man die Deutschen schon im Vorfeld als Europameister feiern sollte,wie es die letzten Welt und Europameisterschaften ständig mit diesen ungeheuren Hype der Fall war.Die Ernüchterung folgte jedesmal gegen diese beiden Mannschaften die in Kiew im Finale standen.Auch ob es richtig war auf so viele Spieler vom in dieser Saison ewigen Zweiten Bayern München in die Stammelf zu bringen,war sicherlich nicht im Sinne des Erfinders.Was in Südafrika noch wirklich begeisterter Angriffsfußball war,war in Polen und der Ukraine über die gesamte EM nur in Ansätzen und nur über wenige Minuten pro Spiel zu sehen,mit Ausnahme gegen sehr schwache Griechen.Der Trainer sollte nur die fittesten und ausgeschlafenen Spieler zum Einsatz bringen und nicht nach Leistungen der vorangegangen Meisterschaften entscheiden.Es bleibt zu hoffen das man die Massenhysterie seitens Reporter und Medien für die nächste WM einfach mal etwas herunterfährt und begreift das auch andere etwas vom Fußballhandwerk verstehen.  

Montag, 25. Juni 2012

Angstgegner Italien fordert das deutsche Team

Gianluigi Buffon wurde zum Helden des Elfmeterschießens, der frühere Welttorhüter parierte den kümmerlich geschossenen Strafstoß von Ashley Cole. Den entscheidenden Schuss versenkte Alessandro Diamanti. Nach 120 Minuten hatte es trotz italienischer Überlegenheit noch 0:0 gestanden.
Italien wartet mit breiter Brust: In sieben Versuchen ist dem Vize-Europameister Deutschland kein Sieg in einem Turnierspiel gegen den viermaligen Weltmeister gelungen. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw muss den "Fluch" mit dem ersten Sieg gegen die Italiener seit dem 21. Juni 1995 (2:0) vertreiben, um ins Endspiel am 1. Juli in Kiew einzuziehen.
DFB-Kapitän Philipp Lahm freut sich auf einen "Fußball-Klassiker" in der Tradition großer Spiele wie den WM-Halbfinals 1970 und 2006 oder dem WM-Finale 1982 - allesamt endeten mit deutschen Niederlagen. "Taktisch ist Italien sehr gut geschult", sagte Lahm voller Respekt.
Sonderlich sattelfest sind die früheren Catenaccio-Künstler defensiv allerdings nicht. Einen Tag nach dem faden 2:0 der Spanier gegen Frankreich sahen die Zuschauer im Olympiastadion von Kiew einen offenen Schlagabtausch, vergebene Hochkaräter auf beiden Seiten - insgesamt war das Spiel um Klassen spannender. Italien spielte schnell und präzise nach vorn, drückte, jedoch war vor allem "Skandalnudel" Mario Balotelli vom englischen Meister Manchester City zu unentschlossen. Er ließ Großchancen im halben Dutzend liegen - darunter eine dreifache (53.); Daniele De Rossi (3.) und Alessandro Diamanti (101.) trafen den Pfosten (101.). England hielt mit Wucht und Leidenschaft dagegen.Italiens Allenatore Cesare Prandelli ging untypisch für die Azzurri auf Risiko. Neben Leonardo Bonucci für den verletzten Giorgio Chiellini in der Abwehr sowie Riccardo Montolivo für den angeschlagenen Thiago Motta vertraute er von Beginn an auf Balotelli. Der Angreifer ist den Engländern bestens bekannt - er ist in zwei Jahren bei den Citizens schon fünfmal vom Platz geflogen.
Das Spiel ließ sich gut an, bald hatte es mehr hochkarätige Torchancen gegeben als am Abend zuvor in 90 Minuten zwischen Spanien und Frankreich. Erst drehte sich ein Schuss De Rossis aus 25 Metern an den Pfosten (3.) - Torhüter Joe Hart wäre chancenlos gewesen. Nach 3:10 Minuten hatten die Engländer das erste Mal den Ball unter Kontrolle, kurz darauf schoss dann Glen Johnson aus sechs Metern: "Gigi" Buffon reagierte atemberaubend (5.).
Abwarten gehörte offensichtlich nicht zu den taktischen Anweisungen beider Trainer. Von Beginn an galt für beide Mannschaften die Devise: voller Einsatz und den Ball so schnell wie möglich nach vorn, schnörkellos, möglichst direkt. Erst machten die Engländer Druck, spielten variabel und mit Herz, oft über den Außenverteidiger Johnson, der die linke Seite der Squadra Azzurra beschäftigte. Prandelli wirkte nervös, gestikuliert wild. Dann kam Italien auf und hatte das Spiel fast immer im Griff.
Balotelli? Hatte seine erste große Chance in der 25. Minute. Kurz vor der Strafraumgrenze erreichte ihn ein wunderschöner Pass von Andrea Pirlo, dem 33 Jahre alten Strategen der Azzurri, doch der dunkelhäutige Angreifer brauchte zu lange, um daraus etwas zu machen - John Terry grätschte dazwischen. Nur sieben Minuten später erreichte Balotelli ein Lupfer von Montolivo - wieder stellte sich der 21-Jährige in bester Position ungeschickt an (32.).
Wayne Rooney wurde bestens bewacht, legte Sturmpartner Danny Welbeck allerdings einen gefährlichen Schuss auf, der knapp über Buffons Tor ging (32.). Dann tauchte er ab und lange nicht mehr auf, setzte jedoch in der Nachspielzeit zu einem Fallrückzieher an, der knapp über das Tor flog. 

Donnerstag, 14. Juni 2012

Ein Punkt muß noch geholt werden

Der Bundestrainer war nach dem zweiten erfolgreichen EM-Kraftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ungemein stolz auf seine Holland-Besieger um den Torgaranten Mario Gomez, der bei seinem dritten Turnier eine Leistungsexplosion erlebt. "In der sogenannten Todesgruppe haben wir jetzt sechs Punkte geholt, und das gegen zwei ganz starke Mannschaften. Das ist eine starke Leistung", sagte Löw ebenfalls sichtlich abgekämpft nach der 90-minütigen "Hitzeschlacht" gegen den Erzrivalen Niederlande, der vor dem Vorrunden-K.o. steht.
Wie schon beim 1:0 gegen Portugal bestach die deutsche Elf auch beim 2:1 gegen den WM-Zweiten um den kaltgestellten Bayern-Star Arjen Robben vor allem wieder mit disziplinierter Defensivarbeit. Bei den überragend herausgespielten "Weltklasse-Toren" (Kapitän Philipp Lahm) von Gomez blitzte aber auch die spielerische Klasse auf, gerade beim Passgeber Bastian Schweinsteiger, der nach seinem zähen Turnierstart entschlossen die Chefrolle an sich riss.
Der Stilwandel vom Lust-und-Laune-Fußball der WM 2010 zum Effizienz-Fußball 2012 lässt Titelträume reifen - über 27 Millionen Fans jubelten in der Heimat vor den Fernsehern. "Das Wichtigste ist, Ergebnisse zu erzielen. Die haben wir geschafft gegen zwei hervorragende Gegner", betonte Lahm.
Zumal die deutsche Gruppe gefährlich bleibt. Jedes Spiel fühlt sich schon an wie ein Duell in der K.o.-Runde. Nicht mal die sechs Punkte garantieren dem DFB-Team den Einzug ins Viertelfinale. "Eigentlich denkt man, nach zwei Siegen ist man durch. Aber das ist leider nicht so", meinte Lukas Podolski zur brisanten Konstellation.


Schon ein 0:1 oder 1:2 zum Vorrundenabschluss am Sonntag in Lwiw gegen Dänemark könnte das Aus bedeuten, womit jedoch niemand im deutschen Lager rechnet. "Wir haben das Tor zum Viertelfinale aufgestoßen. Wir haben es jetzt selbst in der Hand, gegen Dänemark alles klar zu machen", sagte Löw zur komfortablen Ausgangsposition.
Notgedrungen muss er nach der zweiten Gelben Karte Jérôme Boateng auf der rechten Abwehrseite ersetzen. Seine gefundene Turnierelf wird er aber nicht groß verändern. "Wir brauchen ja noch Punkte. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass das Spiel zwischen Portugal und Holland unentschieden ausgeht. Darum werde ich nicht viele Wechsel vornehmen", kündigte Löw gleich am Mittwochabend an.
Schon ein Unentschieden reicht der DFB-Auswahl zum Gruppensieg und dem angestrebten "Heimspiel" im Viertelfinale in Danzig, nur wenige Kilometer vom EM-Quartier entfernt. "Wir wollen in Polen spielen", erklärte der gebürtige Pole Lukas Podolski. Als möglicher Gegner käme aus Gruppe A auch noch der EM-Gastgeber infrage - ein heißes Duell.
Von der Favoritenrolle mochte nach den Turniertoren zwei und drei von Gomez (24./38. Minute), denen die Holländer vor 37 750 Zuschauern im Metalist-Stadion nur das Anschlusstor des starken Robin van Persie (73.) entgegensetzen konnten, noch keiner laut reden. "Nein, überhaupt nicht", verkündete der Dortmunder Mats Hummels, "es ist ja nicht einmal die Gruppenphase überstanden."
Löw hat jedoch eine Titelstrategie entworfen, die nicht auf Hurra-Fußball basiert, sondern auf kollektiver Arbeit gegen den Ball und den Gegner. "Wir haben es absolut klasse verstanden, defensiv gut zu arbeiten. Den Holländern ist wenig eingefallen", lobte er gerade auch seine Offensivkräfte für das extreme Schuften nach hinten. Nur einen Kritikpunkt brachte er an: "In der zweiten Halbzeit hätten wir den Sack früher zumachen können." Das dritte Tor fiel nicht, weil Spielmacher Mesut Özil noch nicht im Weltklassemodus ist und Podolski sowie Thomas Müller auf den Außenbahnen offensiv nicht wie erhofft zünden. "Nach vorne würde es ihnen gut tun, wenn sie mal ein Tor machen könnten, klar", erklärte auch der Bundestrainer.
Fürs Toreschießen ist bislang allein Gomez zuständig. Es war die pure Genugtuung für den 26-Jährigen, der trotz seiner beeindruckenden Trefferquote beim FC Bayern und inzwischen auch im Deutschland-Trikot selbst nach dem Portugal-Spiel hart kritisiert worden war, explizit von ARD-Experte Mehmet Scholl. Drei Tage lang habe er "nur auf die Fresse bekommen", klagte der Stürmer, dem die Diskussionen zugesetzt hatten: "Man versucht das abzuschütteln, aber es ist doch da."
Das erneute Vertrauen des Trainers zahlte er mit zwei Traumtoren zurück. "Die Antwort habe ich auf dem Platz geben. Ich bin sehr glücklich nach einigen schwierigen Tagen mit vielen Kilos auf der Schulter", berichtete als "Spieler des Spiels" ausgezeichnete Matchwinner. Löw geriet ins Schwärmen über Stehaufmännchen Gomez, schwärmte die Effizienz seines neuen Angreifers Nummer 1 und die Machart seiner Länderspieltore 24 und 25: "Er hatte zwei Chancen und macht zwei Tore. Und dann die Klasse, wie er diese Tore macht."
Die Holländer hatten nur in van Persie einen ähnlichen Gefahrenherd. "Wir waren einfach nicht stark genug", gestand Bondscoach Bert van Marwijk und verteilte stattdessen ein Kompliment an den Erzrivalen: "Es ist lange her, dass Deutschland so viele gute Fußballer hatte."
Noch ist auch Holland nicht verloren. Die Portugiesen muss man mit zwei Toren schlagen - und Deutschland die Daumen drücken. "Die Deutschen werden auch gegen Dänemark versuchen zu gewinnen", sagte der von Lahm kaltgestellte Robben, "das haben sie mir versprochen." Negativ aufgefallen


Sonntag, 10. Juni 2012

Wichtiger Sieg gegen Portugal

Joachim Löw überraschte nicht nur mit der Maßnahme Gomez für Miroslav Klose in die Startformation zu beordern, sondern auch mit der Personalie Mats Hummels für Per Mertesacker in der Innenverteidigung. Dazu setzt er gegen Portugal auf Jerome Boateng auf der rechten Außenverteidiger-Position - und das ausgerechnet gegen Superstar Ronaldo. Eine Entscheidung, die im Vorfeld bei vielen Fußball-Fans für Magenschmerzen gesorgt hatte. Doch der Bundestrainer lag bei allen Entscheidungen wieder einmal goldrichtig.
Hummels machte in der rechten Innenverteidigung das Spiel seines Lebens. Sogar der überraschend für ihn zum Reservisten degradierte Per Mertesacker musste hinterher zugeben, dass Löw ein goldenes Händchen bewiesen hatte. "Man hat gesehen, dass die Spieler, die reingerückt sind, auch für mich, ihre Sache sehr gut gemacht haben."Löw begründete die Entscheidung, die er Mertesacker und Hummels bereits am Vortag mitgeteilt hatte, damit, dass der Mann vom FC Arsenal drei, vier Monate nicht gespielt habe. "Mats dagegen kommt aus einer Saison, in der er das Double gewonnen hat." Sogar DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zollte dem Dortmunder Respekt. "Ich habe mich wahnsinnig gefreut über die Leistung von Mats Hummels, er hat sein bisher bestes Länderspiel gemacht."
Dritter im Bunde der Glückseeligen war Boateng. Nach seiner Busenwunder-Affäre und der darauffolgenden heftigen Kritik des Bundestrainers stand für den Verteidiger viel auf dem Spiel. Ein schwacher Auftritt und seine Karriere in der Nationalmannschaft wäre wohl erst einmal auf Eis gelegt. Doch der Bayern-Star ließ Ronaldo so gut wie gar nicht zur Entfaltung kommen und versuchte auch nach vorne Akzente zu setzen. "Die ganze Mannschaft stand nach den letzten Ereignissen hinter mir. Das hat mich beflügelt, die Mannschaft kennt die Wahrheit", sagte der zuletzt Gescholtene.Doch der Mann des Abends hieß zweifelsohne Mario Gomez. Er war der Matchwinner und sein 23. Treffer im DFB-Dress wohl der bisher wichtigste in seiner Karriere. In seinem 53. Länderspiel war es sein erster Treffer bei einem großen Turnier überhaupt. "Das Tor war gut für Mario und gut für die Mannschaft", sagte Löw. Der 52-Jährige hatte bereits Miroslav Klose an die Seitenauslinie beordert und wollte Gomez auswechseln. Kurz zuvor forderten auch die rund 10.000 deutschen Fans den Routinier von Lazio Rom. Doch dann kam der große Moment des Bayern-Stürmers. Gomez: "Ich habe nur gedacht: Eine Chance kriegst du noch. Und so war es dann auch." Mit einem tollen Kopfball gegen die Laufrichtung ließ er Rui Patricio keine Abwehrchance (72.).
Während das Trio einen Sahnetag erwischt hatte, taten sich andere Protagonisten vor 32.990 Zuschauern schwerer. Kurz vor der Partie war ein heftiger Regenguss heruntergekommen und verwandelte die neue Arena von Lwiw in einen Glutofen. "Das war eines meiner schwierigsten Spiele. Von der Luft her, von allem“, gab Philipp Lahm nach der Partie offen und ehrlich zu. "Ich habe mir sehr schwer getan. Ich fand die Schwüle extrem." Das mag auch ein Grund gewesen sein, dass der ansonsten so laufstarke Kapitän auffallend selten in der Offensive zu finden war. Obendrein hatte er mit Nani auch einen starken Gegenspieler, der ihn in der Defensive stark beschäftigte.  Matchwinner Mario Gomez jubelt mit Mats Hummels über seinen Treffer. (Quelle: dpa)

Montag, 28. Mai 2012

Das endgültige deutsche EM-Aufgebot steht

Diese Spieler spielen für Deutschland
Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Tim Wiese (Werder Bremen), Ron-Robert Zieler (Hannover 96)
Abwehr: Holger Badstuber (Bayern München), Jérôme Boateng (Bayern München), Benedikt Höwedes (FC Schalke 04), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (FC Arsenal), Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund)
Klose gegen PepeMittelfeld: Lars Bender (Bayer Leverkusen), Mario Götze (Borussia Dortmund), Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund), Sami Khedira (Real Madrid), Toni Kroos (Bayern München), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (Real Madrid), Lukas Podolski (1. FC Köln), Marco Reus (B. Mönchengladbach), André Schürrle (Bayer Leverkusen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München)
Angriff: Mario Gomez (Bayern München), Miroslav Klose (Lazio Rom)